Die beiden Teamspieler Lukas HUTECEK und Constantin MÖSTL zeigen in der deutschen Handballbundesliga groß auf!!

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14. Dezember 2025

TBV Lemgo Lippe ringt auch dem Rekordmeister einen Punkt ab

Vor 4.520 Fans in der ausverkauften Phoenix Contact-Arena musste TBV-Trainer Florian Kehrmann erneut auf Adam Nyfjäll verzichten. Wieder fit meldete sich hingegen Co-Trainer Matthias Struck.

„Eine Kopie des Flensburg-Spiels wird es nicht geben“, war sich Kehrmann vor dem Duell bewusst, dass der TBV heute erneut neue Lösungen und Wege finden muss, um dem nächsten Team aus dem Norden die Stirn zu bieten. Anders als die SG-Spieler, zeigten sich die THW-Handballer von der ersten Sekunde an hochfokussiert und hellwach. Vor allem einer hatte scheinbar keine Lust, sich in die Reihe der Spitzenteams einzureihen, die zuletzt gegen den TBV gestrauchelt sind: Andi Wolff. Der deutsche Nationalkeeper präsentierte sich in den ersten Minuten als absoluter Stimmungskiller und sollte bereits nach sechs Minuten vier Paraden aufweisen (6., 2:1). Immer wieder mühten sich die Lemgoer im Angriff an der körperlich starken Kieler Abwehr auf, während Reinkind die THW-Überzahl nutzte, um auf 3:6 davonzuziehen (12.). Möstl war es, der in dieser Phase schlimmeres verhinderte und sowohl gegen Dahmke als auch gegen Skipagötu den TBV im Rennen hielt (15., 3:6). Doch in der Folge kämpften sich die Lipper auch offensiv immer besser in die Begegnung und ließen den THW durch eine unfassbare Abwehrarbeit verzweifeln. Als Schagen Hutecek per Kempa bediente und dieser zum 9:9-Unentschieden traf, bebte die Halle (28.). Als dann auch noch Zerbe an alter Wirkungsstätte den Siebenmeter nur an die Latte setzte, sorgte Zehnder für die 10:9-Halbzeitführung.

Im zweiten Durchgang erwischte der TBV einen Start nach Maß und zog dem THW, auch dank eines immer stärker werdenden Möstls, der mit seiner zehnten Parade mit Wolff gleichzog (42., 15:11), davon. Doch der THW kämpfte sich immer wieder heran, auch als Hutecek mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum zum 20:17 (51.) traf. Denn durch einfache Fehler ebnete der TBV den Zebras den Weg zurück in die Begegnung – und die nahmen dankend an: Dahmke glich nach 54 Minuten zum 20:20 aus. In den Schlussminuten war es dann einmal mehr Wolff, der sein Team im Spiel hielt und am Ende 15 Paraden beitragen sollte. Niels Versteijnen, beim letzten Heimspiel gegen Kiel noch tragischer Held, sollte jedoch in einer hitzigen Crunchtime die Nerven behalten und 15 Sekunden vor dem Ende den 23:23-Ausgleich erzielen. Einem letzten Angriff der Zebras hielt die bärenstarke TBV-Abwehr stand. Bester Lemgoer Werfer war am Sonntagnachmittag Samuel Zehnder mit acht Toren.

Durch den Punktgewinn steht der TBV nach der Hälfte der zu absolvierenden Spiele mindestens auf Rang 3 – kann vielleicht sogar auf Platz 2 der Hinrunden-Tabelle abschließen, sollte Berlin gegen die Löwen patzen. Der Fokus richtet sich jedoch unmittelbar auf das wichtige Pokalviertelfinale gegen den SC DHfK Leipzig am kommenden Mittwoch (17.12., 19 Uhr). Dann möchte der TBV erneut alles reinwerfen, um den Einzug in das Lidl Final4 perfekt zu machen.

Die Stimme zum Spiel von Florian Kehrmann: „Das war ein sehr, sehr intensives Spiel mit zwei Abwehrreihen, die, glaube ich, alles auf dem Spielfeld gelassen haben.

Wir haben in den ersten 15–20 Minuten einfach drei, vier, fünf freie Bälle im Durchbruch liegen lassen und sind dann immer hinten dran. Wir kämpfen uns dann über eine wirklich sehr, sehr gute Abwehrleistung ins Spiel, schaffen es auch im 7-gegen-6 ein paar Tore zu machen und können halbzeitübergreifend in den Minuten von der 20. bis zur 40. das Spiel in unsere Richtung lenken. Dann führen wir mit drei, vier Toren. Entscheidend war in der Phase, in der wir mit dreien führen, dass wir zwei einfache Fehler machen und Kiel so ein bisschen einladen, wieder ins Spiel zu kommen. Dann ist es ein Spiel Spitz auf Knopf, beide Mannschaften mussten sich die Tore wirklich erarbeiten – ob im 7-gegen-6 oder im 6-gegen-6. Hinten raus entscheiden Kleinigkeiten, eine Parade, ein Tor, ein Fehler, wie das Spiel ausgeht. Insgesamt haben wir den Punkt auf jeden Fall verdient.

In der Phase 50./51. Minute müssen wir das Spiel vielleicht sogar zumachen. Da machen wir ein, zwei Fehler, die uns in der Phase vielleicht nicht passieren dürfen, aber auch daraus werden wir lernen, und ich werde den Teufel tun, der Mannschaft heute einen Vorwurf zu machen. Wir kommen am Mittwoch aus Göppingen in der Nacht nach einem tollen Spiel zurück und schaffen es, heute wieder den Fokus zu haben – das ist sensationell.

Da hilft auch, und das möchte ich noch mal erwähnen, diese Stimmung hier in der Halle, das ist Wahnsinn. Man kommt als Trainer eine Dreiviertelstunde, halbe Stunde vor dem Spiel in die Halle, bekommt das erste Mal Gänsehaut, und da hat sich in den letzten Wochen wirklich einiges entwickelt. Ich freue mich schon auf das nächste Heimspiel am 26. gegen Wetzlar.

Wir werden uns jetzt erstmal schnell durchschütteln, gut regenerieren. Am Mittwoch können wir ein Highlight setzen; das wird eine ganz schwere Aufgabe in Dresden gegen Leipzig, und da wollen wir unbedingt ins Lidl Final4 einziehen – das ist jetzt der Fokus. Wir werden das Spiel schnell abhaken, uns auf Leipzig vorbereiten und dann wieder Vollgas geben.“

TBV Lemgo Lippe – THW Kiel 23:23 (10:9)

TBV Lemgo Lippe: Möstl (13 P.), Kastelic; Hutecek 4, Theilinger, Zehnder 8/2, Mudrow, Simak 1, Schagen 1, Carstensen, Suton, Willecke, Versteijnen, Wagner, Faust

THW Kiel: de Vargas, Wolff (15 P.); Duvnjak 2, Reinkind 2, Landin, J. Dahmke, Laube, Johansson 5, Ankermann, R. Dahmke 1, Zerbe 5/2, Bilyk, Pekeler, a Skipagötu 6, Nacinovic 2

Quelle: https://www.tbv-lemgo-lippe.de/tbv-lemgo-lippe-ringt-auch-dem-rekordmeister-einen-punkt-ab/

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Hutecek und Möstl top

„Mit uns ist einfach immer zu rechnen“

Sport-Mix
 
16.12.2025 12:30

In einem Monat spielen Österreichs Herren die Handball-EM in Dänemark. Team-Star Lukas Hutecek und Hexer Consti Möstl rocken mit Lemgo Lippe die deutsche Bundesliga, sind aktuell überraschend auf dem dritten Platz. Auch die Party ist Teil des Erfolges.

  

Die Halle bebt. Keeper Consti Möstl hext, pusht sich und die Fans. Und vorne überragt Lukas Hutecek als unaufhaltbarer Spielgestalter. Willkommen in Lemgo, das auch dank Österreichs Team-Stars als Dritter die deutsche Liga, die stärkste der Welt, rockt. „Beeindruckend, dass wir so konstant spielen und erfolgreich sind“, freut sich Hutecek, beim Heim-23:23 am Sonntag gegen den großen THW Kiel und Teamkapitän Niko Bilyk mit vier Toren zweitbester Scorer, während Möstl gleich 35 Prozent der Bälle hielt. „Wir haben eine super Abwehr mit Top-Goalies, machen auch vorne viele gute Sachen. Wir sind schwer auszurechnen und zu bespielen.“

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Quelle: https://www.krone.at/3989208