Antonija Mamic (Absolventin) beendet ihre langjährige Nationalteamkarriere!

 

Antonija Mamic beendet ihre Nationalteamkarriere

Antonija Mamic in ihrem letzten Länderspiel am 8. Dezember gegen Polen bei der WM 2025 - Copyright: Jozo Cabraja/kolektiff

Am 27. September 2017 gab Antonija Mamic im EURO-Qualispiel gegen Rumänien in Valcea (ROU) ihr Debüt im Tor des Nationalteams. Insgesamt lief sie 38 Mal für Rotweißrot auf, absolvierte mit der Heim-EURO 2024 und der WM 2025 zwei Großereignisse. Auf eigenen Wunsch beendet die 30-Jährige ihre Nationalteamkarriere.

„Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen, da das Nationalteam lange ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und meiner Karriere war. Es war immer ein großes Ziel von mir, Teil des Nationalteams zu sein. Nach langer Überlegung habe ich gemerkt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für mich gekommen ist in persönlicher wie auch sportlicher Hinsicht. Es war immer eine große Ehre, Österreich vertreten zu dürfen“, erklärt Antonija Mamic ihre Beweggründe. 

2017, exakt in jenem Jahr, in dem Antonija Mamic, damals noch unter dem Namen Curic bekannt, den Schritt ins Ausland zu Lokomotiva Zagreb (CRO) wagte, folgte auch ihre erste Einberufung ins Nationalteam. Ihr Debüt endete mit einer 25:36-Niederlage auswärts gegen Rumänien. Doch im Laufe ihrer Nationalteamkarriere häuften sich große Momente.

Dazu zählten sowohl ihr Debüt als auch die Heim-EURO 2024, wie sie erzählt: „Das Spiel in Rumänien, wie auch jenes gegen Portugal, in dem ich erstmals einige Minuten Einsatzzeit bekam, die Heim-EURO und die WM 2025, zählen definitiv zu den großen Highlights. Und natürlich der Sieg über Russland in der Qualifikation zur EHF EURO 2018.“

38 Länderspiele absolvierte sie für Österreich, erzielte dabei sogar drei Tore. Eines davon bei der besagten Heim-EURO in Innsbruck gegen die Übermacht Norwegen. Über die Zeit rund um die Europameisterschaft schwärmt sie generell: „Es war irrsinnig schön zu sehen, dass sich was in unserem Sport tut. Man hat gemerkt, dass da viel Arbeit dahintersteckt und man auf sämtlichen Ebenen versucht hat, die EURO und den Frauen-Handball zu pushen. Ich hoffe, das war ein erster Impuls auf dem man weiter aufbauen kann. Es war in jedem Fall der richtige Schritt in die richtige Richtung.“ 

Mit RK Krim Mercator (SLO) absolvierte Antonija Mamic auch eine Saison in der EHF Champions League und gewann 2019/2020 die slowenische Meisterschaft. Nach ihrer Babypause startete sie zunächst in Kroatien bei Dugo Selo neu durch, wechselte noch während der Saison zu Lokomotiva Zagreb, wo sie auch heute, nach einem einjährigen Gastspiel bei MKS Lublin in Polen, wieder ihre sportliche Heimat gefunden hat.

Ihr Fokus gilt künftig vermehrt ihrer Vereinskarriere, wie auch der Familie.  

ÖHB-Teamchefin Monique Tijsterman: „Ich freue mich, dass ich von Februar 2024 bis zur WM im Dezember mit Toni zusammenarbeiten durfte. Wir konnten uns im Nationalteam immer auf sie verlassen. Sie war eine echte Stütze, mit viel Erfahrung. Sie wird im Nationalteam fehlen, gleichzeitig respektieren und verstehen wir ihre Entscheidung zu 100 Prozent und wünschen ihr für die Zukunft, sowohl bei ihrem Verein als auch mit der Familie, nur das Beste.“

ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser: „Antonija Mamic stand stets bereit, alles für das Nationalteam zu geben. Sie bewältigte den Spagat zwischen Familie und Handball hervorragend und blieb dabei immer fokussiert auf das Nationalteam. Selbst nach der Geburt ihres Sohnes war für sie klar, dass sie ihre Handballkarriere fortsetzen und dem Nationalteam weiterhin zur Verfügung stehen wollte. Toni ist eine echte Teamplayerin und ein Vorbild, in punkto Vereinbarkeit von Leistungssport und Familie. Der ÖHB bedankt sich herzlich bei Antonija für die Jahre im österreichischen Frauen Nationalteam und wünscht ihr, sowie ihrer Familie, alles Gute für die Zukunft.“

12/02/26 18:25

Quelle: ÖHB