Sina HÖLLERL (9S) wagt nach der münlichen Matura (nächste Woche) den Sprung in die USA!!

 

Basketball

Höllerl ist „bereit“ für College-Abenteuer

Die 19-jährige Sina Höllerl spielt bereits seit mehr als einem Jahrzehnt bei Klosterneuburg Basketball und steht mit den Duchess vor dem nächsten Titel. Im Sommer wagt Österreichs größtes Talent den Sprung an das US-College. Höllerl wechselt im Sommer zu den „Sooners“, dem Team der University of Oklahoma.

Der Name Höllerl spielt in Österreichs Basketball seit Jahrzehnten eine tragende Rolle, schon Opa Gerd war als Teamspieler, Trainer und Funktionär höchst erfolgreich, Mutter Antje spielte bei Klosterneuburg, Vater Stefan war dort als Trainer Serienmeister, Bruder Nico feierte bei Bamberg in Deutschland heuer bereits den Pokalsieg.

Sina Höllerl ist seit Jahren Nationalteamspielerin im Basketball – auch in der olympischen Variante 3x3. Der Schritt ans College ist der nächste in einer bisher beeindruckenden Karriere: „Ich lebe jetzt seit 19 Jahren in Klosterneuburg, seit elf im gleichen Verein. Ich bin einfach bereit für neue Herausforderungen. Auch für neue Sachen an denen ich scheitern kann, um dazuzulernen.“

Sport am Sonntag, 26.4.2026

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Menschen machen den Unterschied bei College-Wahl

Nachdem es einige Angebote von Topcolleges gegeben hat, klapperte Höllerl im Sommer ihre Wunschadressen ab. Ausgerechnet das Team, das sich als Letztes gemeldet hat, bekam den Zuschlag: „Der Grund dafür waren die Leute. Tolle Hallen hatten alle. Aber es sind die Menschen, die den Unterscheid machen, sie haben mir gesagt, wo sie mich in Zukunft sehen, was sie an meinem Spiel noch verbessern wollen. Es ist sehr familiär, und ich hatte ein klares Bild von meine nächsten vier Jahren.“

Die „Sooners“ gehören seit Jahrzehnten zu den Colleges mit dem stärksten Sportprogramm. So sind die „Sooners“ bei den Männern im American Football eine fixe Größe. Im Basketball scheiterten die Damen in der NCAA zuletzt im legendären Finalturnier „March Madness“ erst im Achtelfinale an den späteren Finalistinnen aus South Carolina. Die Heimspiele werden im 12.000 Fans fassenden Lloyd Noble Center ausgetragen.

WNBA noch weit weg

Nicht wenige trauen der starken Werferin, die mit Klosterneuburg in der heimischen Finalserie im „Best of five“ gegen UBI Graz mit 2:0 führt, nach dem College auch den Sprung in die beste Frauen-Liga der Welt, der Women’s National Basketball Association (WNBA), zu. Dort hat mit Inga Orekowa bisher erst eine Österreicherin in den Saisonen 2014 und 2015 gespielt.

Für Höllerl ist dieses Thema aber noch weit weg: „Für mich zählt jetzt nur der nächste Schritt, und der heißt College. Die Chance auf die WNBA ist prozentuell gesehen klein. Klar wäre es sehr cool, aber mittlerweile kann man auch in Europas Topligen richtig gut Basketball spielen. Ich versuche eher, im Hier und Jetzt zu leben. Und da lauten die Ziele, eine gute College-Karriere zu haben, und Olympia."

Olympia als großes Ziel

Mit Olympia spricht Höllerl das 3x3-Nationalteam an. Denn während sie durch ihr College-Engagement dem regulären Hallenteam wohl meist fehlen wird, will sie im Sommer regelmäßig 3x3 spielen.

GEPA/Mario Buehner-Weinrauch
Mit dem österreichischen 3x3-Damen-Team möchte Höllerl zu Olympia 2028 nach Los Angeles

Da für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles das 3x3-Starterfeld von acht auf zwölf Teams erweitert wurde, steigen auch die Chancen für Österreich, einen der begehrten Plätze zu ergattern. In der Weltrangliste liegt das Team derzeit auf Rang 17. Höllerl gibt sich optimistisch: „Wir können es schaffen und wir wollen es schaffen.“

„Mir geht es um Gerechtigkeit“

Ein Thema, das Höllerl sehr beschäftigt, ist die Sichtbarkeit von Frauensport „Mir geht es um Gerechtigkeit. Wir machen das Gleiche wie die Männer und trainieren genau so viel. Wir gewinnen sogar mehr. Trotzdem ist unsere Sichtbarkeit so viel niedriger, das ist unfair. Es wird zwar besser, aber nur sehr langsam.“

Mit ihren Leistungen macht Höllerl auf sich aufmerksam, vielleicht auch schon bald auf den ganz großen Basketballbühnen dieser Welt.