Andreas Ivanschitz und Claudia Stöckl

Ö3/Tom Wunderlich

Ex-ÖFB-Kapitän Andreas Ivanschitz auf Ö3

Er war der jüngste Teamkapitän mit nur 19 Jahren, hat 69 Mal im Nationalteam gespielt und vor acht Jahren seine Profi-Fußball-Karriere beendet. Jetzt ist Andreas Ivanschitz das neue Gesicht im ORF-WM-Expert:innen-Team und war am Sonntag zu Gast im „Frühstück bei mir“.

Schlaf ist dem Burgenländer normalerweise heilig, Ivanschitz trackt mit Fitness-Armband auch seine Schlafphasen: „Ich höre normalerweise um 18 Uhr auf zu essen, damit ich mich in der Nacht besser erhole und gehe zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett, schlafe dann acht Stunden. Aber natürlich ist während der WM alles anders. Die durchgemachte Nacht beim Match gegen Jordanien haben wir gut überstanden.“

Für Fußball-Nachwuchs sorgt Ivanschitz mit den eigenen Kindern: Seine 16-jährige Tochter Nahla spielt in der Nachwuchsabteilung der ÖFB-Frauenakademie in St. Pölten und hat im Mai bei einem Match der ÖFB-Auswahl gegen Tschechien mit dem entscheidenden Tor international auf sich aufmerksam gemacht. Der stolze Papa in „Frühstück bei mir“: „Ich habe nie in die Richtung gepusht, Nahla wollte unbedingt Fußball spielen.“ Auch sein 19-jähriger Sohn Ilia ist bereits Fußball-Profi und spielt beim FC Liefering. Wie leicht oder schwer ist es für seinen Sohn, in die großen Fußstapfen des Vaters zu treten? „Natürlich ist es nicht einfach, wir sprechen oft darüber. Aber Letztlich ist es egal, was ich erreichen konnte. Vergleiche bringen nichts. Ilia muss seinen eigenen Weg gehen und ich glaube, dass er das gut ausblenden kann.“

"Frühstück bei mir" mit Andreas Ivanschitz

Ö3/Tom Wunderlich

In „Frühstück bei mir“ redet der 42-Jährige auch über seine Zeit nach der Profi-Karriere und die Erfahrungen als Business-Angel und Investor bei Start-ups wie der Getränkemarke „All I need“ oder dem Carsharing-Anbieter ELOOP, der Insolvenz anmelden musste: „Wenn ich die Bilanz über alle meine Investments mache, ist da ein Minus. Es war eine Erfahrung, die finanziell schmerzhaft war, aber ich habe immer gewusst, dass es ein Risiko ist, das ich verkraften kann.“ Ivanschitz kommentiert den unfreiwilligen Abschied im November letzten Jahres als Sportdirektor bei der „Vienna“ und dass er jetzt auf Jobsuche ist: „Ich möchte weiter im Fußball tätig sein, am liebsten wieder eine Managementposition bei einem Verein.“ In jedem Fall nützt er die zusätzliche freie Zeit für den Haushalt: „Während meiner Profi-Jahre hat sich die ganze Familie nach mir richten müssen, wir sind in 13 Auslandsjahren sechs Mal umgezogen. Jetzt arbeitet meine Frau als Fitnesstrainerin und Ernährungscoach und ich versuche, mehr zu Hause zu unterstützen, wasche die Wäsche, gehe einkaufen, räume den Geschirrspüler ein.“

Beim Match Österreich gegen Argentinien am Montag, den 22. Juni wird Andreas Ivanschitz als Experte im ORF-WM-Studio stehen. Seine Einschätzung für das Match des Jahres? „Ich traue uns zu, dass wir auch die Argentinier ärgern können, vor allem nach dem Auftaktsieg, der uns Selbstvertrauen gegeben hat. Wir haben eine Mannschaft, die hochtalentiert ist und ich tippe auf eine 1:1.“

Cover Podcast Frühstück bei mir

Hitradio Ö3

Der „Frühstück bei mir“-Podcast

„Frühstück bei mir“ mit Claudia Stöckl – das große Interview der Woche, Persönlichkeiten ganz persönlich – jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3.

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Dieser Beitrag begleitet die Sendung „Frühstück bei mir“, Ö3, 21. Juni 2026 (BA)

Quelle: https://oe3.orf.at/sendungen/stories/fruehstueckbeimir/