Die Absolventinnen Eva STABENTHEINER und Julia TRUNNER verstärken das österreichische Nationalteam bei der Europameisterschaft 2026!

 

Nach dem historischen ersten EM-Satzgewinn gegen Griechenland gab es tags darauf sogar den ersten Punkt für Rotweißrot! Österreichs Volleyball-Nationalteam der Frauen hat bei der CEV Trendyol EuroVolley 2026 in Brünn einen weiteren starken Auftritt gezeigt, musste sich Bulgarien aber nach 2:0-Satzführung nach 118 Minuten noch mit 2:3 (26:24, 25:15, 15:25, 16:25, 4:15) geschlagen geben. Das ÖVV-Team startete furios und gewann die ersten beiden Sätze mit 26:24 und 25:15. Danach drehte Bulgarien die Partie, setzte sich in den folgenden drei Durchgängen mit 25:15, 25:16 und 15:4 durch. ÖVV-Topscorerin war abermals Kora Schaberl. Sie sorgte, obwohl im Verlauf des Spiels an einem Finger verletzt, für 26 Zähler. 

Österreich zeigte vor allem in den ersten beiden Sätzen erneut, dass es auf EM-Niveau mithalten kann. Nach dem souveränen Gewinn des zweiten Satzes fehlte letztlich die Konstanz, um den ersten EM-Sieg der Volleyball-Neuzeit ins Trockene zu bringen. Teamchef Roland Schwab bot in der Startformation wieder Schmit, Schaberl, Kapitänin Nesimovic, Korman-Mehić, Galić und Raab mit Libera Stabentheiner auf. 

Österreich holte rasch eine Führung heraus, gab den Ton an (4:1 und 10:6). Bulgarien ließ sich aber nicht abschütteln, glich mehrmals aus. Österreich ging in weiterer Folge öfter knapp in Front (17:15), ehe Bulgarien bei 20:20 erneut ausglich. Im Finish übernahmen die Bulgarinnen sogar zunächst die Führung, lagen mit 22:20 voran. Österreich kämpfte sich aber zurück und stellte durch Korman-Mehić auf 23:23. Ein Block von Schaberl, die auch immer wieder mit scharfen Bällen aus dem Hinterfeld brillierte, brachte den ersten Satzball, den Österreich zunächst nicht verwerten konnte. Den zweiten Satzball verwandelte schließlich Raab zum 26:24.

Im zweiten Satz gab Österreich in praktisch allen Elementen den Ton an. Wie schon im ersten Durchgang überzeugte die Annahme. Bezeichnend: Österreich gelangen in diesem Satz auch seine drei Service-Asse. Über 9:4, 15:8 und 19:9 zog das ÖVV-Team davon und lag beim 23:12 ganz klar voran. Den dritten Satzball verwertete Korman-Mehić zum 25:15.

Ab dem dritten Satz riss der Rhythmus im österreichischen Spiel jedoch ab. Bulgarien kam besser in die Partie und erhöhte vor allem beim Service deutlich das Risiko. Hatte Bulgarien in den ersten beiden Sätzen keinen einzigen Service-Winner erzielt, gelangen im dritten Durchgang gleich fünf Asse. Der Favorit setzte Österreich damit zunehmend unter Druck und zog in jedem der verbleibenden Sätze früh davon. Den dritten Satz holte Bulgarien mit 25:15, im vierten Durchgang setzte sich das Team mit 25:16 durch und erzwang damit ein Tiebreak.

Auch dort fand Österreich nicht mehr zurück ins Spiel. Bulgarien setzte sich wieder früh ab und entschied den fünften Satz klar mit 15:4 für sich. Damit musste sich Österreich trotz einer 2:0-Satzführung letztlich mit 2:3 geschlagen geben.

Im Lager der Österreicherinnen war man mit dem Punkt gegen das Volleyball-Land Bulgarien freilich zufrieden, wusste aber auch, dass sogar ein Sieg möglich war. Dana Schmit: „In den ersten beiden Sätzen waren wir erstmals in der dominanten Rolle. Der dritte Satz", so die ÖVV-Zuspielerin im Interview mit ORF Sport+, „ist dann immer schwierig. Dass wir dann im vierten und fünften Satz nicht mehr zurückkommen, ist uns zuzuschreiben. Wir haben wohl nicht mehr daran geglaubt, dazu kamen Fehler von uns. Wir konnten dann nicht mehr unser Spiel spielen. Bulgarien hatte ab dem dritten Satz nichts mehr zu verlieren und hat beim Service alles riskiert. Das ist gut aufgegangen. Die Enttäuschung ist bei mir groß, weil wir das Spiel gewinnen hätten können.“

Diana Vavrek: „Es war so cool, wie wir ins Spiel gekommen sind – mit gutem Service, starker Annahme und guten Angriffen. Nach dem zweiten Satz haben wir etwas nachgelassen. Aber wir können stolz auf uns sein. Unser erster Sieg war auf jeden Fall drinnen. Wir können von dieser EM mit einem guten Gefühl nach Hause fahren.“

Eva Stabentheiner: „Es war klar, dass der dritte Satz schwieriger wird als die ersten beiden. Uns ist es leider nicht gelungen, unser Niveau zu halten. Trotzdem ist es unglaublich, dass wir bei der EM noch ein Tiebreak spielen konnten. Das war aber heute auch unsere Chance auf einen Sieg. Bulgarien hat allerdings noch einmal einen Level draufgelegt. Trotzdem muss man es positiv sehen.“

ÖVV-Teamchef Roland Schwab: „Hut ab vor dem Team, wie wir gestartet sind. Der zweite Satz war dann wie aus einem Guss. Ab dem dritten hat Bulgarien beim Service alles riskiert, wir hatten Probleme in der Annahme. Im letzten haben wir mit Hinteregger versucht, Stabilität hineinzubringen. Unterm Strich haben wir uns fast mit jedem Spiel gesteigert. Heute waren wir sogar knapp am Sieg dran. Wir haben gesehen, wie viel man international riskieren muss, wie wichtig u.a. Angriffspower und Ballkontrolle sind. Das müssen wir mitnehmen, damit wir uns auch für die EM 2028 qualifizieren können." Schwabs Fazit im ORF-Interview: „Wir sind nicht mit dem Anspruch angetreten, Europameister zu werden, oder mit dem konkreten Ziel, aus der Gruppe zu kommen. Wir haben gesehen, wie schwierig es ist, überhaupt einen Sieg holen zu können. Deshalb nehmen wir diesen Punkt mit. Mit ein wenig Abstand werden sich alle darüber freuen – ich kann mich schon heute darüber freuen."

ÖVV-Scorerinnen waren: SCHABERL Kora 26, GALIĆ Anamarija 11, RAAB Carmen 9, KORMAN-MEHIĆ Aida 7, VAVREK Diana 5, mit NESIMOVIC Nina 3, HINTEREGGER Lina 3, SCHMIT Dana 2. Topscorerin Bulgariens war Iva DUDOVA mit 23 Punkten. 

Stats aus Sicht Österreich: Asse 3:10, Angriffspunkte 53:67, Block 10:10, Fehler des Gegners 20:17

Pool B in Brünn:

Ergebnisse, Spieltermine und Live-Übertragungen des ORF: 

ÖVV-Teamchef Roland Schwab hatte folgende Spielerinnen für die CEV EuroVolley 2026 nominiert: 

Zuspiel:
Dana Schmit
Victoria Deisl 

Annahme/Außen:
Kora Schaberl
Marie Bruckner
Carmen Raab
Lina Hinteregger
Julia Trunner 

Mitte:
Nina Nesimović
Aida Korman-Mehić
Jana Gärtner
Dagmar Hensel 

Diagonal:
Anamarija Galić
Diana Vavrek 

Libera:
Eva Stabentheiner 

CEV Trendyol EuroVolley 2026 - Women

ÖVV-Spieltermine & Tickets, Brünn:(AUT-Sektor = Sektor A)

26.08.2026 – 16:00 – Österreich vs. Bulgarien – Tickets

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